Hexenvorstellungen und Hexenverfolgungen in Sursee und Anderswo

18. April bis 19. Oktober 2008

Plötzlich gab die Kuh keine Milch mehr, beim Ehemann versagte das Geschlechtsteil oder der Hagel vernichtete die Ernte. Da mussten dämonische Kräfte im Spiel sein und als Verursacherin des unerklärbaren Unglücks wurde bald die Nach barin, bald eine alte Witwe, bald eine Auswärtige denunziert.

Die Menschen in der Frühen Neuzeit (1500 – 1789) hatten noch nicht jene Sicherheiten, Schutzmittel und Technologien, über die wir heute verfügen. Äusseren Einflüssen wie Naturgewalten oder Seuchen waren sie hilflos ausgesetzt und konnten sie ebenso wenig wie persön liche Schicksalsschläge rational erklären. Wäh rend bei den Anklagenden vor allem Schadenszauberei-Vorwürfe im Zentrum standen, ging es den Gerichten um eine gegen den christlichen Glauben gerichtete Hexerei, die es auszurotten galt. Die angeklagten Frauen wurden so lange gefoltert, bis sie fast alle zugaben, mit dem Teufel im Bund zu stecken, mit ihm Geschlechts verkehr zu haben und an verschwörerische Treffen zu fliegen.

Die Ausstellung zeigt volkstümliche Hexerei- Vorstellungen im Kontext von Magie, Glauben und Aberglauben. Zahlreiche religiöse und nichtreligiöse Hexen- und Dämonenabwehrmittel geben Einblick in die frühneuzeitliche Glaubenswelt.

PDF Einladung

Agenda

Donnerstag, 7. Mai, 19.00 Uhr

Werkgespräch 
verschoben
mit Jeremias Bucher, Romuald Etter, und Gabriela Schoenenberger

Sonntag, 17. Mai, 11.00 Uhr

Museumstag
verschoben
Werkgespräch mit Ferdinand Arnold, Klara Bühler, Thomas Heini und Carmela Gander

Sonntag, 17. Mai, 11.00 bis 16.00 Uhr

Museumstag 
verschoben
Druckwerkstatt: Drucke dir deine Kunsttasche zur Ausstellung

vollständige Agenda...